Pro & Contra: Responsive Webdesign

Responsive Webdesign ist in aller Munde. In vielen Fällen macht es Sinn, Responsive Webdesign auf einer Website einzusetzen, allerdings gibt es auch einige Argumente, die dagegen sprechen. Im Folgenden habe ich eine kleine „Pro & Contra“-Liste zusammengestellt. Diese ist sicherlich nicht vollständig und kann gerne durch Kommentare ergänzt werden.

Was ist Responsive Webdesign?

Responsive Design bezeichnet eine Praxis im Webdesign, bei der der grafische Aufbau von Webseiten dynamisch und unter Berücksichtigung der Anforderungen des betrachtenden Gerätes erfolgt … eine Webseite wird somit auf einem großen Display anders dargestellt als auf einem Tablet-PC oder Smartphone. Wikipedia

Wer es gerne ausführlicher hat, dem sei der englische A List Apart Artikel von Ethan Marcotte empfohlen.

Pro – Was spricht für den Einsatz von Responsive Webdesign?

  • Zukunftssicher für eine immer größer werde Anzahl von internetfähigen Geräten: Man kann nicht für jedes verfügbare Endgerät eine eigene Version erstellen. Eine recht umfangreiche Liste mit vielen Geräten und deren unterschiedlichen Auflösungen findet man hier bei Wikipedia.
  • Benutzerfreundlich, da sich das Layout je nach Umgebung anpasst
  • Redakteure müssen nur eine Version der Website pflegen, was das ganze auch gleichtzeitig leichter wartbar macht als zwei getrennte Versionen für Mobile und Tablets/Desktops
  • Niedriger Entwicklungsaufwand als eine getrennte Mobile und Desktop Version
  • Leicht einsetzbar bei kleinen Websites und Blogs
  • Responsive Webdesign steckt zwar noch in den Kinderschuhen, aber gerade in dieser Situation besteht noch viel Platz für Innovationen. Mit ein paar klugen Ideen und Anwendungsbeispielen kann man sich von der Konkurrenz absetzen.

Contra – Was spricht gegen den Einsatz von Responsive Webdesign?

  • meist zu teuer und zu aufwendig bei Websites mit kleinem Budget
  • noch zu wenig Best-practices für größere und komplexe Websites.
  • Responsive Webdesign steckt noch in den Kinderschuhen.
  • Performance: Ladezeiten für Smartphones können größer werden, da meist alle Ressourcen im Hintergrund geladen werden, auch wenn das eigentlich im Normalfall nicht der Fall sein sollte.
  • Bei großen und komplexen Websites kann ein deutlicher Mehraufwand entstehen.
  • Werbebanner / Ad Words Anzeigen & Co sind teilweise problematisch
  • Je nach Einsatz und Zielgruppe kann eine mobile native App eventuell auch die bessere Lösung sein. Dies muss allerdings von Fall zu Fall entschieden werden.
  • Redakteure können leicht Fehler machen: Bilder in falscher oder zu niedriger Auflösung, Einbettung von Videos etc. D.h. potentielle Fehlerquellen müssen seitens der Entwicklung abgefangen werden, was den Gesamtaufwand natürlich in die Höhe treibt.
  • Wenn man seinen mobilen Besuchern komplett andere Inhalte liefern will als den Besuchern einer “Desktop-Version”, dann ist Responsive Webdesign die falsche Lösung. (Aber warum sollte man das wollen? “There is only one web”!)

2 Gedanken zu “Pro & Contra: Responsive Webdesign

  1. „Wenn man seinen mobilen Besuchern komplett andere Inhalte liefern will als den Besuchern einer “Desktop-Version”, dann ist Responsive Webdesign die falsche Lösung. (Aber warum sollte man das wollen? “There is only one web”!)“

    Einspruch Euer Ehren… gemäss der Überlegung, dass man Webseiten, vor allem in Ihrer Desktopversion als „The Thing“, flankiert von vielen „Not The Thing“ Dingen (wie es Brad Frost so treffend ausdrückte), sehen kann, dann mmacht es schon Sinn wegen Performance und was man so über den Draht schickt, für eine mobile Version *nicht* die gleichen Inhalte bereitzustelllen.
    Ein mobile-First Ansatz mit Responsive, der dann serverseitig bei den „more capable devices“ Sachen nach und nach nachlädt (das wollte ich schon immer mal schreiben), ist mit Sicherheit machbar, aber erfordert viele Hirnschmalz und Kosten für die serverseitige Logik. Nicht ohne Grund schieben, um wieder Brad Frost zu zitieren, 86% aller RWD Seiten die gleiche Datenmenge an die armen kleinen akkubetriebenen Handschmeichler, obwohl deren Nutzer (nämlich 71%, ich habe mitgeschrieben) eigentlich erwarten, dass die Seite schneller als die Desktopversion zur Verfügung steht. Gimme the Thing, and gimme it now! :-)

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